Feuerwehr übt Einsatz an der SEL in Waiblingen

08.05.2026 / Lesezeit: 2 Minuten

Bau der SEL ermöglicht, eine Rettung aus der Tiefe zu üben

Die Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) wird üblicherweise in der offenen Bauweise gebaut: Dabei werden die Rohre in einen zuvor geöffneten Rohrgraben eingebracht. Wenn die SEL jedoch auf Hindernisse wie Straßen oder Bahnlinien trifft, wird die Leitung meist unterirdisch gequert. Für eine solche Querung braucht es an beiden Straßenseiten jeweils eine tiefe Grube, in denen die Rohre unter der Straße eingebracht werden.
 

Ende April 2026 wurde eine dieser technisch notwendigen Gruben zum Übungsplatz für die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen. Dabei trainierten insgesamt zehn Feuerwehrmänner die Rettung einer Person aus sieben Metern Tiefe. 

„Diese Gruben geben uns die Möglichkeit, einen fiktiv verletzten Arbeiter bewegungslos aus einem schwer zugänglichen Bereich auf Bodenniveau zu bringen“, erklärte Sven Seizinger von der Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen den Hintergrund der Feuerwehrübung. 

Bei der Übung wurden zwei unterschiedliche Einsatzszenarien geprobt. 

Erstes Szenario: Rettung mit einem Dreibein 

Beim ersten Szenario lag der Fokus auf der Rettung aus einem beengten Raum. 

Unter Zuhilfenahme eines Dreibeins, das oberhalb der Grube aufgebaut und abgespannt wurde, sowie einem Flaschenzug hatte die Fachgruppe „Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen“ zwei Retter und eine sogenannte Schleifkorbtrage zum Abtransport eins Verletzten in die Grube verbracht.
 

Nach der Umlagerung des Dummys in die Trage wurde dieser und anschließend die beiden Retter von acht Feuerwehrmännern am Rande der Grube per Muskelkraft nach oben gezogen. 

Zweites Szenario: Rettung mit einer Drehleiter 
Im zweiten Szenario wurde mit einer Drehleiter die Positionierung oberhalb der Grube vorgenommen.
 

„Der Vorteil bei einer Drehleiter liegt darin, dass die Feuerwehr sicher, schnell und punktgenau zum Patienten gelangt“, so Sven Seizinger und führt fort: „Auch in diesem Szenario wurden der Dummy und die Retter von den restlichen Kameraden außerhalb der Grube per Muskelkraft bewegt, um die verletzte Person feinfühlig nach oben ziehen zu können.“ 

Nach etwa vier Stunden war die Feuerwehr-Übung am späten Abend beendet. Sven Seizinger freute sich über die Möglichkeit, solche Sonderlagen am Gelände der SEL üben zu dürfen und zog ein Fazit: „Die Übung mit realistischen Szenarien zeigen, wie wichtig eingespielte Abläufe und gute Teamarbeit für eine erfolgreiche Rettung sind. Umso wichtiger ist es daher, dies regelmäßig zu trainieren, um im Ernstfall gekonnt agieren zu können.“ 


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